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Womenflow – die weibliche Kraft

In jeder von uns steckt diese ganz tiefe weibliche Kraft – der göttliche Funke.
Leider haben wir oftmals vergessen, ihn zu spüren. Oft wird es uns auch von der modernen Welt abtrainiert, unsere weiblichen Züge zu zeigen. Wir werden härter und härter. Aber ist es nicht genau das, was uns ausmacht? Unsere Weiblichkeit?

Aus diesem Grund möchte ich heute etwas näher auf unsere Weiblichkeit eingehen.
Wir schaffen es vor allem im Yoga, unseren Körper wieder mehr zu spüren. Und ja, auch unsere weiblichen Seiten wieder mehr zu spüren. Unseren Zyklus – vor allem wenn es uns dabei mal nicht so gut geht. Unsere Rundungen – die wir vielleicht gar nicht so gerne spüren möchten. Unsere Schwächen – weil wir eben nicht immer so stark wie unsere männlichen Kollegen sind.

Und genau das dürfen wir auch sein.
Es ist sogar unsere tiefste Aufgabe, unsere Weiblichkeit zu leben. Die aufnehmende Kraft zu sein. Kreativ, sensibel und fürsorglich. Jeder und jede trägt diese Kraft in uns. Natürlich haben wir auch männliche Anteile in uns, voller Energie und Kraft. Auch diese Teile gehören zu uns. Und jeder Mann trägt weibliche Anteil in sich. Jeden Anteil gilt es zu spüren, zu leben und anzunehmen.

Früher war ich nur „äußerlich“ weiblich.
Schöne Kleidung, Make-up, die immer korrekte Frisur – aber gespürt habe ich mich nicht. Das einzige was hierbei eine Rolle spielt ist Geld. Geld mit dem wir uns die stylischen Klamotten kaufen, den Vertrag im Fitnessstudio leisten oder es bei Friseur und Kosmetikerin liegen lassen. Wirkliche innere Zufriedenheit finden wir dadurch nicht. Erst durch den Sport und mein Yoga habe ich gelernt, wirklich weiblich zu sein. Grenzen anzunehmen, meinen Körper zu akzeptieren, zu akzeptieren, wenn es mir einmal nicht so gut geht.

Heute darf ich mich so zeigen wie ich bin.
Es ist nicht wichtig, wieviel Schmuck ich im Schrank habe, sondern dass der, den ich trage auch wirklich zu mir passt. Meine Kleidung muss bequem sein, ich muss mich wohlfühlen. Natürlich bin ich auch gerne mal schick, aber die meiste Zeit, möchte ich, dass die Kleidung mich nicht einengt, mir Raum für meinen Körper lässt und ich jederzeit Yoga praktizieren könnte. Keine zu engen BH´s, keine einschnürenden engen Hosen mit steifem Gürtel und keine Schuhe, die meine Fußzehen quetschen. Ich möchte mich wohlfühlen. Und wenn diese Grundlage passt, bin ich viel gelassener mit meiner Umwelt und gütiger mit mir selbst. Ich bin geerdet und weiß wer ich bin und wo ich herkomme.

Das führt mich zum Wuzelchakra.
Wenn dieses zentrale erste Chakra in Balance ist, fühlen wir uns sicher und von unserem Urvertrauen gestärkt. Wir sind mit uns und der Welt verbunden, stehen mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Sind verankert. Und um diese Qualitäten körperlich zu üben, möchte ich euch gerne meinen Womenflow vorstellen. Diesen Flow könnt ihr zuhause üben, es sind wenig Vorkenntnisse notwendig. Ihr könnt ihn abwandeln oder so oft durchführen, wie es euch guttut.

In diesem Flow geht es vor allem um die Göttinnen-Pose als zentrale Asana.
Diese kennen wir vor allem aus dem Mondgruß. Der Mond steht hauptsächlich für die weiblichen Energien. Er wird dem Element Wasser zugeordnet – fließend und kreativ. Er ist die aufnehmende sensible Kraft, die uns leitet. Auf den Mondgruß möchte ich allerdings in einem anderen Artikel näher eingehen. Heute geht es um die Göttin in uns.

 
Die Göttin - Utkata Konasana - gehört zu den Hüftöffnern bei den Yogaposen.
Gerade unsere Hüfte als zentrales Element unseres Körpers steht gemeinsam mit dem Becken für die Ur-Weiblichkeit. Hier werden Emotionen gespeichert und auch hier werden unsere Kinder geboren. Der Schoß unserer Mutter ist Geborgenheit pur. Es lohnt sich also, einen Blick auf dieses wichtige Körperteil zu werfen und langsam unsere Verbindung damit wieder zu üben.

Genieße die weibliche Kraft in deinem Becken.
Die Göttinen-Pose durchblutet unsere weiblichen Geschlechtsorgane und lässt den Atem tief ins Becken fließen, außerdem verbindet es uns über unsere kraftvollen Beine mit der Erde. Sie stärkt aber gleichzeitig unseren Rücken, Beine, Po und Arme. Sie lässt die weibliche Kraft (Shakti) durch unseren Körper fließen.

Die Praxis – Womenflow

Ausfallschritt
Der Ausfallschritt bereitet dich auf die Hüftöffnung vor und dehnt langsam deine Leisten. Du kannst auch die einfache Variante praktizieren, indem du dein hinteres Knie auf die Matte absenkst (gerne auch mit doppelter Matte oder eine Decke unter dem Knie, um es zu schonen – mach es dir so angenehm wie möglich). Achte darauf, dass dein Rücken gerade ist, dein Brustkorb gehoben und dein vorderes Knie direkt über dem Fußgelenk ausgerichtet ist. Bleibe einige Atemzüge in dieser Haltung.

Krieger II
Komm aus dem Ausfallschritt mit kraftvollen Beinen in den Krieger II. Richte dein Knie wieder über dem Fußgelenk aus und presse die hintere Fußaußenkante kraftvoll in die Matte. Hüfte und Oberkörper sind zur langen Mattenkante ausgerichtet, die Arme auf Schulterhöhe bis in die Fingerspitzen gestreckt. Richte deinen Blick über die vordere Hand in deine Zukunft. Bleibe einige Atemzüge und spüre die Kraft in deinen Beinen.

Winkel – Reverse
Aus dem Krieger II kannst du einige Positionen ableiten – hier den Winkel und den umgekehrten Krieger (Reverse). Achte darauf, dass deine Beinstellung ganz stabil bleibt und du vor allem deine Flanken dehnst. Bleibe nur solang ein der Haltung, wie es sich angenehm anfühlt.

Göttin
Nun kommt endlich unsere zentrale Asana – die Göttin. Richte beide Füße jeweils zu den äußeren vorderen Ecken der Matte aus und setze dich mit der Ausatmung tief nach unten. Die Arme sind in einem U neben deinen Schultern nach oben gerichtet. Genieße die Erdung für einige Atemzüge.

Gegrätsche Vorbeuge – Prasarita Padottanasana
Von hier kannst du wunderbar in die gegrätsche Vorbeuge gehen. Hände in die Hüften und mit langem Oberkörper und leicht gebeugten Knien nach vorne unten beugen, die Hände dann am Boden ablegen. Entspanne dich hier und schiebe mit jeder Ausatmung dein Gesäß etwas mehr zur Decke.

Üben in der Schwangerschaft
Diese Yogaübungen für starke Beine sind hervorragend für das zweite Trimester geeignet. Auch im dritten Trimester können sie ausgeführt werden, sofern dein Muttermund noch geschlossen ist. Achte aber in jeder dieser Positionen immer auf dein persönliches Wohlbefinden und wandle sie ggf. für dich passend ab.

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